3. Anmerkungen zur Fugendimensionierung
3.1.2 Die Wetterschutzebene
Die Wetterschutzebene soll so ausgeführt werden, dass die Anschlussfuge, die angrenzenden Bauteile und das Gebäudeinnere vor Witterungseinwirkungen von der Außenseite geschützt werden. Diese Aufgabe wird durch die Anbringung einer Regen- und Windsperre erfüllt. Regen- und Windsperre können deckungsgleich in der Wetterschutzebene liegen. Dann spricht man von einstufigen Dichtungssystemen. Liegen beide räumlich voneinander getrennt, liegt ein zweistufiges Dichtungssystem vor.
Der Regensperre kommt die Aufgabe zu, Regenwasser so nach außen zu führen, dass es nicht zur Raumseite durchdringt und es nicht unkontrolliert in der Konstruktion verbleibt. Es soll kein Schaden in der Außenwand oder in der Konstruktion entstehen.
Die Windsperre muss auch aus Gründen des Wärmeschutzes, wegen unangenehmer Zugerscheinungen und zur Vermeidung des Feuchteeintrags über durchströmende Luft, vorhanden sein.
Der Verlauf der Wetterschutzebene ist in Bild 17 dargestellt. Regen- und Windsperre können durch eine Abdichtung auf der Außenseite ausgeführt werden. Bild 17 zeigt eine Ausführung mit komprimiertem Dichtungsband, bei der das zurückgesetzte Dichtungsband bereits eine Entlastung vor direkter Regeneinwirkung erfährt.

